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Liebe Gemeinde, liebe Freunde,
In die Hausgemeinde kamen immer wieder neue Leute, die von anderen mitgebracht wurden. Sie kannten sich noch nicht gut aus in der Bibel. Sie wussten noch nicht viel von Jesus. Sie waren einfach neugierig, warum die Christen so anders waren, so zuversichtlich und stark ihren Alltag meisterten. Sie wünschten sich die gleiche Freude in ihrem Leben. So kam es, dass an einem Abend ein Neuer in der Runde den Mut fand und sich zu Wort meldete: "Wie hat das eigentlich mit Jesus angefangen?", wollte er wissen. Die Leute schauten einer zur anderen. Wer würde auf die Frage des Fremden antworten? Da ergriff einer das Wort, der mit Jesus mitgezogen war und viel von ihm gelernt hatte. Er erzählte:
Erzähler (Altes Testament): Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Erzähler (heute): Alle Jahre wieder hört man die Leute stöhnen: Es ist nicht mehr so wie früher. Soviel Rummel, soviel Hektik, Geschäft, Geschäft! Wer hat uns nur ins Ohr geblasen, dass Weihnachten still und beschaulich, sozusagen in Zeitlupentempo gefeiert werden müsste? Wer besteht darauf, dass Probleme unter den Teppich gekehrt werden müssen? Und wenn es turbulent zugeht, dann ist Weihnachten kaputt, oder? Dann ist die ganze schöne Stimmung dahin. Was war das für eine Welt in die Jesus hinein geboren wurde? Nichts von "Leise rieselt der Schnee", aber an jeder Kreuzung römische Militärkontrollen. Die Besatzungsmacht hatte eine Volkszählung zum Zweck der Neufestsetzung der Steuern angeordnet. Reine Schikane, dass sich die Leute an ihrem Geburtsort registrieren lassen sollten. Erzähler (Altes Testament): Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Maria tastet sich am Arm von Josef den Gang entlang, bleibt immer wieder stehen und fasst sich schmerzverzerrt an den Bauch – ächzend … Vorne angekommen bleiben die beiden stehen, und sie hängt sich schwer an Josef.
Maria: Josef, Josef!!! Die Schmerzen. Sie kommen jetzt alle paar Minuten! Ich halte das nicht mehr lange aus, Josef! Bitte, ich kann nicht mehr weiter gehen, egal was passiert. Ich gehe keinen Schritt mehr. Mein Gott, in was für eine Situation sind wir hier geraten? Kein Raum in der Herberge, tut uns leid! Ach, tut uns leid! Ja, mir auch! Da, schon wieder! Es ist ja nicht so, als wären wir freiwillig hier, oder? Gerade jetzt, wo das Baby jeden Moment kommen kann. Volkszählung, interessant! Wer fragt uns eigentlich, ob wir gezählt werden wollen? Die hohen Herren räkeln sich auf seidenen Kissen in ihren Palästen, und wir sollen uns zählen lassen - in unserer Heimatstadt aber, bitte schön! Wer fragt uns? Die nicht, sie schicken uns in die Nacht und in die Kälte! Ach, diese Kälte, diese Kälte, sie durchdringt mich förmlich. Josef!! Wir dachten doch, wir wussten doch, dass dies alles von Gott geplant ist. Immer, immer war er da, besonders an dem einen Tag, als er den Engel schickte … Wo ist er jetzt? Josef! Wo sollen wir bleiben heute Nacht? Wo soll mein Kind auf die Welt kommen? Kein Raum in der Herberge ... Josef! Das Kind kommt! Sie lässt sich auf den Strohballen unter dem Weihnachtsbaum sinken. Das Licht geht aus bis auf ein kleines gelbes Licht. Joseph stellt sich hinter sie, zündet eine kleine Laterne an, die er in der Hand hält, zusammen mit seinem Stock. Die andere legt er von hinten auf Maria.
Erzähler (Altes Testament): Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Erzähler (heute): Aber Gott muss doch nicht Mensch werden, um unserer sentimentalen Stimmung Futter zu geben. Er wird Mensch, weil er uns in unserer bitteren, unerträglichen Not begegnen will. Gott will hinein in unsere Probleme. Er kam, weil Familien vom Hass zerrissen werden. Er starb für unsere Schuld. Gordon: Kalt ist es heute Nacht. Brrr. Mich friert. Keine Wolken am Himmel, alles sternklar. Und dieser merkwürdige helle Stern ist auch wieder da! Wo bleiben nur die anderen? Mir knurrt der Magen. Ah da kommt ja Christian! Shalom Christian. Christian: Shalom Gordon: Du bist spät. Wieso? Christian: Ein Wolf. Gordon: Schon wieder? Und Du warst allein? Wo hast Du Ihn getroffen? Hat er ein Schaf verletzt? Wie hast Du ihn vertrieben? Einer oder mehrere? Die Wölfe werden langsam zu einem echten Problem. Bist Du ihn sicher los? Wird er die anderen holen? Na das wird ja eine Nacht werden! Wenn jetzt ein ganzes Rudel kommt. Psst. Was hab ich da gehört? Ohhhhhh. Da schon wieder. Ich hab´s gewusst, irgendetwas stimmt nicht mit dieser Nacht. Dieser seltsame Stern. Da kommt auch Bennedikt. Bennedikt: Wölfe. Das wird eine schlaflose Nacht. Lasst uns die drei Herden zusammen treiben. Diese Felswand da wird uns den Rücken freihalten. Wir sollten ein Feuer anmachen. Da vorne vielleicht. Christian, Jakob, sammelt ihr Holz? Die Hirten treiben die Schafe zusammen. Erzähler (Altes Testament): Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen. Der Engel des Herrn erscheint, er tritt auf, und von hinten strahlen 2000 Watt, sodass der Engel mehr als Schatten im Gegenlicht zu sehen ist und ganz von Licht umflutet ist.
Engel Tabea: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Jakob: Das müssen wir sehen. Da müssen wir hin. Lasst uns gleich gehen!
Erzähler (Altes Testament): Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Alle gehen zur Krippe. Maria hat jetzt ein in einem Tuch verhülltes Kind im Arm.
Erzähler (Altes Testament): Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Erzähler (heute): Wir mögen es bedauern, dass so viel Leid in dieser Welt geschieht, dass es so viele Probleme gibt. Aber das ist der Grund weshalb Weihnachten wurde. Jesus sucht nicht eine Welt von Süßer- die- Glocken- nie- klingen- Gesäusel. Wer das begriffen und selbst erfahren hat, der hat einen Grund zu feiern. Unser Problem heute ist nicht, dass unsere Zeit zu hektisch und zu problembeladen ist, um richtig Weihnachten zu feiern. Erst wenn wir diesen Jesus Christus an unsere Probleme heranlassen, dann wird bei uns Weihnachten. An diesem Geburtstagsfest
2007 will uns Jesus wieder neu einladen, mit ihm zu feiern. Er fragt ganz
persönlich jeden und jede, die wie die Hirten dem Ruf der Engelsboten
gefolgt sind, was Weihnachten für sie bedeutet.
Gott kommt in seinem Sohn
Jesus als hilfloses Kind zur Welt.
Gott steht zu seinen Versprechen.
Gott zu loben und vom Weihnachtswunder
zu erzählen ist mein Weihnachtsgeschenk für Jesus.
Wie hat das eigentlich mit Jesus angefangen? Bei mir ganz persönlich? Vielleicht muss es bei Ihnen erst noch ganz persönlich anfangen. Dann lassen Sie sich doch einfach von den Hirten dieser Zeit zur Krippe mitnehmen und beschenken von Jesus, der Ihnen genauso wie damals mitten im Alltag, in einem Stall oder in einem Wohnzimmer begegnen will. Cornelia
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